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IT-Sicherheit: Warum ein Internet-Router allein nicht ausreicht

In einer Zeit, in welcher Cyberangriffe täglich zunehmen, wird die Sicherheit von Unternehmensnetzwerken zu einem immer wichtigeren Thema. Viele Unternehmen verlassen sich dabei immer noch auf Internet-Router als erste Verteidigungslinie gegen Bedrohungen aus dem Netz. Doch reicht das wirklich aus? Die Antwort lautet ziemlich eindeutig: Nein!

Denn die bloße Verwendung eines Internet-Routers als Sicherheitsmaßnahme ist vergleichbar mit dem Versuch, ein Schloss an der Vordertür eines Hauses anzubringen, ohne dabei die Fenster zu sichern oder eine Alarmanlage zu installieren. Es ist selbstverständlich eine notwendige Maßnahme, aber bei weitem nicht ausreichend, um ein umfassendes Schutzniveau zu gewährleisten.

Warum also reicht ein Internet-Router allein nicht aus?

  1. Eingeschränkte Funktionen
    Ein herkömmlicher Internet-Router bietet meistens nur grundlegende Sicherheitsfunktionen wie Firewalls und Port-Weiterleitungen. Diese sind natürlich wichtig, aber sie decken nicht alle potenziellen Angriffssektoren ab.
  2. Single Point of Failure
    Wenn ein Angreifer den Router erfolgreich kompromittiert, kann er schlussendlich das gesamte Netzwerk gefährden. Dies liegt insbesondere daran, dass es keine weiteren Schutzschichten gibt, welche den Angriff abwehren könnten.
  3. Mangelnde Überwachung und Kontrolle
    Router bieten zudem oft begrenzte Möglichkeiten zur Überwachung und Kontrolle des Netzwerkverkehrs. Dies erschwert erheblich die Erkennung von Anomalien und potenziell schädlichem Verhalten.
  4. Kein Schutz vor internen Bedrohungen
    Ein Internet-Router schützt das Netzwerk möglicherweise vor externen Angriffen, aber er bietet keinen Schutz vor internen Bedrohungen wie beispielsweise von Malware-infizierten Geräten oder böswilligen Insidern.
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Wie erhöht man die Sicherheit in Unternehmensnetzwerken?

Um ein wirklich robustes Sicherheitsniveau zu erreichen, ist es entscheidend, gleich mehrere Sicherheitsebenen zu implementieren. Dies wird oft als Multi-Layer-Sicherheitsansatz bezeichnet. Nachfolgend finden Sie sind einige wichtige Komponenten dieses Ansatzes:

  1. Next-Generation Firewalls
    Sogenannte Next-Gen-Firewalls bieten erweiterte Funktionen wie Intrusion Detection und Prevention, Content-Filtering und Anwendungssteuerung. Diese Funktionen ermöglichen eine umfassendere Abwehr von Bedrohungen.
  2. Intrusion Detection Systems (IDS) und Intrusion Prevention Systems (IPS)
    Diese Systeme überwachen den gesamten Netzwerkverkehr kontinuierlich auf verdächtige Aktivitäten und können so automatisch Maßnahmen ergreifen, um entsprechende Angriffe zu stoppen.
  3. Endpoint-Sicherheit
    Das Sichern einzelner Geräte wie Computer, Laptops und Mobilgeräte ist zudem von entscheidender Bedeutung, da diese oft das primäre Ziel von Angriffen sind. Dies umfasst unter anderem die Verwendung von einer Antivirensoftware, Endpunkt-Firewalls und die Durchführung von regelmäßiger Sicherheitsupdates.
  4. Schulungen und Awareness
    Letztendlich ist die Sicherheit eines Netzwerks nur so stark wie das Bewusstsein der Mitarbeitende. Schulungen zur Cybersicherheit und die Förderung einer Sicherheitskultur im Unternehmen sind daher unerlässlich, um Mitarbeitende vor Phishing-Angriffen und anderen sozialen Engineering-Techniken zu schützen.

Fazit

In der heutigen Zeit, in welcher Cyberbedrohungen rasant zunehmen, reicht ein einfacher Internet-Router schlussendlich nicht aus, um ein Unternehmen vor Cyberangriffen zu schützen. Ein Multi-Layer-Sicherheitsansatz, welcher verschiedene Sicherheitsmaßnahmen kombiniert, ist erforderlich, um ein angemessenes Schutzniveau zu gewährleisten. Unternehmen sollten daher in fortschrittliche Sicherheitslösungen investieren und gleichzeitig sicherstellen, dass ihre Mitarbeitende über die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, um mit den ständig wachsenden Bedrohungen Schritt zu halten.